Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.


Aktuelles:

Bürger-innen-Antrag zu gentechnisch verfälschten bzw. kbA Lebensmitteln

Einladung zum BUND-Treff


Witten, den 14.7.1999
An den Ausschuß für Anregungen und Bedenken der Stadt Witten

Den Fraktionen des Rates zur Kenntnis
Dem Bürgermeister der Stadt Witten zur Kenntnis


Anregung gem. § 24 Gemeindeordnung NRW


Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß § 24 Gemeindeordnung NRW regt die Ortsgruppe Witten des BUND Witten an:

1. In den Kantinen und sonstigen Verpflegungseinrichtungen der Stadt Witten (z.B. Kindergärten, Schulen, Altenwohnheime) werden künftig nur Lebensmittel und Zutaten verwendet, die nicht gentechnisch verändert worden sind. Dies betrifft auch die Verpflegungseinrichtungen, die im Auftrag der Stadt Witten von Pächtern betrieben werden.

2. In den Kantinen und sonstigen Verpflegungseinrichtungen der Stadt Witten (z.B. Rathauskantine, Kindergärten, Schulen, Altenwohnheime) und in Verpflegungseinrichtungen, die im Auftrag der Stadt Witten von Pächtern betrieben werden, wird künftig wahlweise zumindest ein Gericht aus Lebensmitteln und Zutaten aus kontrolliert-ökologischem Anbau angeboten.

Begründung:

Der vermeintliche Zwang zur stetigen Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktionsweise führt zu Monokulturen und dem Einsatz chemisch-synthetischer Spritz- und Düngemittel, die den Ackerwildkräutern keinen Lebensraum mehr lassen. Die Tierhaltung erfolgt oft völlig losgelöst von bäuerlichen Betrieben unter fabrikartigen Bedingungen. Dies schädigt dauerhaft den Naturhaushalt und mißachtet den Tierschutz. Die Chemisierung der Landwirtschaft gefährdet auch die menschliche Gesundheit.

Neue Gefahren drohen durch die Gentechnik. Die Folgen des verstärkten Einsatzes gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft sind nicht absehbar. Es ist nicht auszuschließen, daß gentechnisch veränderte Erbinformationen von Kulturpflanzen auch an verwandte Wildpflanzen weitergegeben werden. Resistenzen, z.B. gegen Antibiotika, könnten an andere Pflanzen weitergegeben werden. Einmal freigesetzte veränderte Gene sind nicht rückholbar. Das Interesse der Industrie, vor allem gentechnisch verändertes Saatgut zu verkaufen, das gegen die Pestizide des eigenen Konzerns resistent ist, wird den Einsatz dieses Saatguts und dieser Pestizide auch für die Zukunft festschreiben. Böden und Gewässer werden weiterhin damit belastet.

Gentechnisch veränderte Lebensmittel können nachteilige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Verbraucher, die auf gentechnisch veränderte Sojabohnen allergisch reagieren, müssen auch Brot, Kaffeeweißer, Bratfett, Mayonnaise, Pürreeflocken oder Vanillesoße meiden, die u.a. aus gentechnisch veränderten Sojabohnen hergestellt werden.

Die Gäste der kommunalen Verpflegungseinrichtungen müssen auch künftig darauf vertrauen können, daß ihnen hier solche bösen "Überraschungen" erspart bleiben.

Eine Alternative stellt der ökologische Landbau dar. Rund 7150 Betriebe bundesweit (davon mehr als 570 in NRW), die bereits nach den Richtlinien der "Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL)" wirtschaften, zeigen: Der umweltschonende Anbau von Obst und Gemüse, von Getreide und anderen Feldfrüchten ist auch ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Spritz- und Düngemitteln und Wachstumsregulatoren möglich und hat sich nachhaltig bewährt. An die Stelle einiger weniger "Hochertragssorten" z.B. im Getreideanbau tritt eine Vielzahl regionaler Kultursorten, die den jeweiligen Boden- und klimatischen Verhältnissen bestens angepaßt und entsprechend robust sind. Der Einsatz von Gentechnik ist im ökologischen Landbau ausgeschlossen. Im Zusammenspiel mit einer artgerechten Tierhaltung entstehen weitgehend rückstandsfreie Lebensmittel; die Fruchtbarkeit der Böden bleibt auch für die kommenden Generationen erhalten.

Ziel unserer Anregungen ist es, die umweltverträgliche Erzeugung möglichst gesunder und naturbelassener Lebensmittel zu fördern, der Landwirtschaft in Witten eine ökologische Perspektive zu geben und die Verbraucher zu schützen. Eine Verwendung von Produkten aus kontrolliert-ökologischem Anbau in den kommunalen Verpflegungseinrichtungen würde die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus unterstützen. Die hiesigen Landwirte werden durch neue Absatzmärkte ermutigt, verstärkt auf die ökologische Wirtschaftsweise umzustellen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Anregung in konkrete ökologische Politik umsetzen werden.

Ich möchte Sie bitten, uns über den Fortgang der Beratung unserer Anregungen in Rat und Verwaltung zu informieren und uns mitzuteilen, wann unsere Anregung behandelt wird. Für Rückfragen steht ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Witten, den 22.7.1999

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,


hiermit möchte ich Sie herzlich zu unserem nächsten Treffen der BUND-Ortsgruppe Witten einladen. Wir treffen uns am Donnerstag, den 5.8.1999 um 20.00 Uhr in den Räumen des Mietervereins Witten, Bahnhofstr. 46.

Folgende Themen schlage ich für den Abend vor:
- Stand der Beteiligung an der 100-Küchen-Kampagne des Landesverbands
- Aufgaben einer Biologischen Station, Konzeption und Probleme (Heike Jagodzinski)
- Die geplante Biologische Station im Ennepe-Ruhr-Kreis
- Vorbereitung unseres Besuchs bei der NAWIT
- Situation im Steinbruch Rauen
- UIG-Antrag zur ehemaligen Müllkippe im Dorneywald
- Antrag für den Ausschuß für Anregungen und Beschwerden zu den Wegen im Dorneywald
- Aktionen im Kommunalwahlkampf??
- Finanzen
- Verschiedenes

Ich möchte noch einmal daran erinnern, daß wir am 16.8.1999 um 19.30 Uhr bei der NAWIT in der Biologischen Station Witten, Am Hang 2, in Witten-Annen, eingeladen sind. Vertreter und Vertreterinnen der NAWIT wollen uns die Biologische Station zeigen und von ihrer Arbeit berichten.

Ich wünsche allen noch schöne sonnige und erholsame Tage.

Bis bald - mit freundlichen Grüßen
Ulla Weiß

Anlage: Protokoll des Treffens vom 5. 7. 1999


Witten, den 25.6.1999

An die Mitglieder des BUND Witten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

als Schwerpunktthema haben wir für unser nächstes Treffen den Dorneywald gewählt. Hier gibt es interessante Pflanzengesellschaften und verschiedene Amphibien. Ökologisch ist der Wald bedroht durch die undichte Hausmülldeponie.

Wir laden die Mitglieder des BUND und Interessierte herzlich ein, sich mit uns zusammen Pflanzen, Tiere und Probleme vor Ort anzusehen. Wir treffen uns am Dienstag, den 6.7.1999 um 16.00 Uhr am Haus Dorneystr. 46a in Witten-Stockum.

Mit freundlichen Grüßen

Ulla Weiß


Witten, den 7.6.1999

An die Mitglieder des BUND Witten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

um sich weiter intensiv mit dem Natur- und Umweltschutz in Witten auseinanderzusetzen, trifft sich die BUND-Ortsgruppe Witten am Donnerstag, 10.6.1999 um 20.00 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ), Ardeystr. 73. Das Schwerpunktthema an diesem Abend ist der Dorneywald in Stockum. Wir möchten alle Interessierten und die BUND-Mitglieder zu unserem Treffen einladen.

Anlage: das Protokoll der letzten Sitzung.

Mit freundlichen Grüßen

Ulla Weiß (Sprecherin des Vorstandes)


(Die vorherige Einladung:)

Liebe Freunde und Freundinnen, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Sie ganz herzlich zu unserem nächsten Treffen der BUND-Ortsgruppe Witten einladen. Das Treffen findet am Donnerstag, den 20.5.1999 um 20.00 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum, Ardeystr. 73 in Witten statt. Wir haben zu diesem Termin einen Vertreter der NAWIT, voraussichtlich Herrn Thiele, eingeladen. Wir möchten uns in diesem Gespräch gegenseitig besser kennenlernen und unsere Arbeitsgebiete besprechen.

Um Sie über die bisherigen Planungen der BUND-Ortsgruppe Witten zu informieren, liegt als Anlage das Protokoll der letzten Sitzung bei.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie an unserem Treffen teilnehmen könnten.

Noch eine Bitte: Falls Sie über eine E-Mail-Adresse erreichbar sind, bitte ich Sie, uns diese mitzuteilen. Die Versendung der Einladungen per Briefpost ist zu teuer für unser schmales Budget. Eine Mitteilung per E-Mail wäre aber wahrscheinlich finanzierbar.

Im Internet ist ebenfalls eine Seite für die BUND-Ortsgruppe Witten eingerichtet. Die Adresse lautet: http://members.aol.com/oforum/bund-index.htm. Hier sollen demnächst aktuelle Informationen verfügbar sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ulla Weiß (Sprecherin des Vorstandes)


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