
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
Protokolle der BUND-Ortsgruppe Witten vom 20.5.1999
BUND - Vorstand, OG Witten am 20.5.1999, 19.00 - 20.00 Uhr
Gemeinsam besprechen die Vorstandsmitglieder die weitere Arbeit. Es gibt Bestrebungen zusammen mit Jutta Ahring einen Arbeitskreis Umwelterziehung mit Kindern zu gründen.
Die Einladung der Stadt Witten an die BUND-Ortsgruppe zur Teilnahme am Agenda Markt als Gruppe, die nur Pflanzen eintopft, wird ablehnend diskutiert, da einige Mitglieder der BUND-Gruppe sehr schlechte Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Stadt Witten im Agenda-Prozeß gemacht haben.
Da das Briefpapier des BUND angekommen ist, werden wir uns in nächster Zeit bei der Stadt Witten und dem Kreis als BUND-Ortsgruppe vorstellen.
Wir wollen uns auch an der BUND-Kampagne zur Problematisierung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln in öffentlichen Kantinen beteiligen.
Die Raumfrage soll möglichst bald geklärt werden.
BUND-Ortsgruppe Witten, Mitgliederversammlung am 20.5.1999, 20.00 - 22.00 Uhr
Unser Gast Wolfgang Thiele berichtet von der Arbeit der NAWIT. Die vom Land geförderte biologische Station wird von der NAWIT betreut. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind die Ruhrauen und der Kemnader Stausee, deren Tiere und Pflanzen kartiert und untersucht werden. Im Rahmen eines internationalen Programms werden jede Woche Vögel gezählt.
Seit zwanzig Jahren beschäftigt sich die NAWIT mit naturnahen Gewässern und hat eine umfangreiche Literatursammlung dazu.
Schlechte Erfahrungen hat der NAWIT in der Zusammenarbeit mit der Stadt Witten bei den Problemen Altlasten und Deponien gemacht. Sie sind in diesen Themen so gut wie gar nicht von der Stadt Witten unterstützt worden.
Zum Thema Wald, das die NAWIT seit längerer Zeit bearbeitet, kann sich Wolfgang Thiele gut eine Zusammenarbeit mit dem BUND vorstellen.
Probleme könnten sich im Bereich der Einschätzung des Radverkehrs ergeben. Während der BUND eher eine Förderung des Fahrrads für sinnvoll hält und daher auch den Bau der Fahrradstation im Wittener Bahnhof begrüßt, steht die NAWIT der Zunahme des Radverkehrs kritisch gegenüber. Durch das "wilde" Befahren der freien Natur mit Cross-Rädern würde auch sehr viel Natur zerstört.
Eine gute Zusammenarbeit hingegen ist bei den anderen Themen vorstellbar, insbesondere zum Dorneywald in Stockum u.a. mit der Problematik Gebietsentwicklungsplan und Naturschutzgebiet-Beschilderung.
Personell wird die NAWIT durch ABM-Kräfte unterstützt, deren weitere Finanzierung durch die neuen Richtlinien erschwert wird.
Um unsere Zusammenarbeit mit der NAWIT zu fördern, möchten wir demnächst die NAWIT in ihrer biologischen Station besuchen.
Im weiteren Ortsgruppentreffen werden weitere organisatorische Details besprochen.
Um das Thema ökologischer Landbau zu bearbeiten, wird versucht das Flächenkataster der Stadt Witten zu besorgen. Bernd Heppner will Kontakt zu den bestehenden Öko-Bauern und zum Demeter-Landesverband suchen.
Gudrun berichtet vom Förderprogramm der Stadtwerke Witten für Photovoltaik, Solarenergie und Brennwerttechnik, das einen guten Eindruck macht. Die Einspeisevergütung sei als gut zu bewerten, auch wenn diese nicht kostendeckend sei.
Das nächste Treffen ist für den 10.6.1999 um 20.00 Uhr im IBZ Witten geplant. Wir werden uns mit dem Dorneywald beschäftigen.
Für die Richtigkeit, 7.6.99
Ulla Weiß